Lead-Generierung: Was sie ist, wie sie funktioniert & bewährte Best Practices
- Marc (TeamsWork)

- 9. Feb.
- 6 Min. Lesezeit
Lead-Generierung ist ein zentraler Geschäftsprozess, der Marketingaktivitäten mit Vertriebsergebnissen verbindet. Sie bestimmt, wie kontinuierlich neue Opportunities in die Pipeline gelangen und wie effektiv sich Interesse in Umsatz umwandeln lässt. Mit der zunehmenden Bedeutung digitaler Kanäle und einem immer stärker research-getriebenen Kaufverhalten hängt erfolgreiche Lead-Generierung nicht nur von Taktiken ab, sondern auch von klaren Prozessen und bewährten Best Practices.

Was ist Lead-Generierung?
Lead-Generierung ist der Prozess, potenzielle Kunden anzusprechen und ihre Kontaktdaten zu erfassen, um Verkaufschancen zu schaffen. Dabei geht es darum, Personen zu identifizieren, die Interesse an einem Produkt oder einer Dienstleistung zeigen, und sie gezielt in einen Marketing- oder Sales-Funnel zur weiteren Ansprache und Konvertierung zu führen.
Im Kern verwandelt Lead-Generierung anonyme Besucher in identifizierbare Prospects, indem Absichtssignale wie Anfragen, Registrierungen oder Content-Interaktionen erfasst werden.
Warum Lead-Generierung für Unternehmenswachstum wichtig ist
Lead-Generierung sorgt für einen planbaren Zustrom potenzieller Kunden. Ohne einen kontinuierlichen Strom qualifizierter Leads sind Vertriebsteams auf unregelmäßige Outreach-Aktivitäten oder kurzfristige Kampagnen angewiesen, die sich nur schwer nachhaltig umsetzen lassen.
Ist die Lead-Generierung an eine klare Customer-Journey-Map ausgerichtet, ermöglicht sie relevantere Botschaften und reibungslosere Übergänge zwischen Marketing- und Sales-Touchpoints. Für viele Unternehmen ist dieser strukturierte Ansatz außerdem eine grundlegende Voraussetzung, um Wege zu finden, den Umsatz planbar und skalierbar zu steigern.
Arten von Leads in der Lead-Generierung
Nicht alle Leads sind gleichermaßen bereit für den Vertrieb. Das Verständnis der verschiedenen Lead-Typen hilft dabei, zur richtigen Zeit das passende Follow-up anzuwenden.
Marketing Qualified Leads (MQLs)
Marketing Qualified Leads sind Prospects, die durch Marketingaktivitäten Interesse gezeigt haben, jedoch noch nicht bereit für einen direkten Vertriebskontakt sind. Beispiele hierfür sind der Download eines Leitfadens, das Abonnieren von Updates oder die Teilnahme an einem Webinar.
Diese Leads benötigen häufig weiteres Lead Nurturing, bevor sie für den direkten Vertrieb geeignet sind.
Sales Qualified Leads (SQLs)
Sales Qualified Leads sind Leads, die definierte Kriterien für eine Vertriebsansprache erfüllen. Diese Prospects zeigen in der Regel eine stärkere Kaufabsicht, etwa durch Anfragen zu Preisen, Produkt-Demos oder den Wunsch nach direktem Kontakt.
In vielen Fällen werden SQLs nach einem ersten Discovery-Call identifiziert, bei dem Bedarf, Passung und Kaufabsicht bestätigt werden.
Product Qualified Leads (PQLs)
Product Qualified Leads sind vor allem im SaaS-Umfeld und bei digitalen Produkten verbreitet. Dabei handelt es sich um Nutzer, die den Mehrwert eines Produkts über eine kostenlose Testversion oder ein Freemium-Modell erlebt haben und Nutzungsmuster zeigen, die mit einer Conversion korrelieren.
Wie der Lead-Generierungsprozess funktioniert
Der Lead-Generierungsprozess folgt in der Regel vier zentralen Schritten:
Potenzielle Leads über Content, Anzeigen oder Outreach anziehen
Lead-Informationen über klare und relevante Touchpoints erfassen
Leads anhand von Verhalten und Kaufabsicht qualifizieren
Leads an Vertrieb oder Follow-up-Workflows weiterleiten
Jeder dieser Schritte trägt zu einem strukturierten Sales-Funnel bei, der Prospects von der ersten Aufmerksamkeit bis zur Conversion führt.
Diese Schritte beschreiben den operativen Ablauf, wie Leads in Ihr System gelangen und sich darin bewegen. Um zu verstehen, wie sich Kaufabsicht über diese Phasen hinweg entwickelt, hilft ein Blick auf die Lead-Generierung aus Funnel-Perspektive.
Welche Phasen hat der Lead-Generierungs-Funnel?
Der Lead-Generierungs-Funnel beschreibt, wie potenzielle Kunden verschiedene Stufen von Aufmerksamkeit und Kaufabsicht durchlaufen, bevor sie zu Kunden werden. Jede Phase steht für einen unterschiedlichen Reifegrad und erfordert eine angepasste Ansprache sowie Follow-up-Strategie.

Top of the Funnel (Awareness, Interest): Prospects werden erstmals auf Ihre Marke aufmerksam und zeigen frühes Interesse. Diese Phase wird durch Content, Anzeigen oder Outreach geprägt. Signale wie Seitenaufrufe, Content-Interaktionen oder erste Registrierungen deuten auf ein exploratives Interesse hin.
Mid-Funnel (Appraisal, Action): Leads prüfen aktiv, ob Ihr Angebot zu ihren Anforderungen passt. Diese Phase umfasst Vergleiche, vertiefte Recherche sowie Aktionen wie Informationsanfragen, Demo-Buchungen oder Follow-up-Gespräche, die Kaufabsicht bestätigen.
Bottom of the Funnel (Conversion): Leads sind bereit, eine Entscheidung zu treffen. Der Vertrieb wird direkter, finale Abstimmungen finden statt und Opportunities werden entweder abgeschlossen, pausiert oder verlassen den Funnel.
Welche Lead-Generierungs-Strategien nutzen Unternehmen heute?
Unternehmen setzen unterschiedliche Lead-Generierungs-Strategien ein – abhängig von Zielgruppe, Sales Cycle und Wachstumszielen.
1. Content-getriebene Lead-Generierung
Content-getriebene Lead-Generierung zieht Interessenten über informative Inhalte wie Blogartikel, Whitepaper, Case Studies oder Webinare an. Dieser Ansatz baut Vertrauen auf und erfasst Nachfrage von Personen, die aktiv zu einem Thema oder Problem recherchieren.
2. Bezahlte und performancebasierte Lead-Generierung
Bezahlte Lead-Generierung nutzt Kanäle wie Suchanzeigen, Social Advertising und Retargeting, um Zielgruppen mit hoher Kaufabsicht zu erreichen. Diese Methoden lassen sich schnell skalieren und liefern messbare Ergebnisse, erfordern jedoch eine sorgfältige Überwachung der Lead-Qualität.
3. Outbound-Lead-Generierung
Outbound-Lead-Generierung umfasst proaktive Ansprache über E-Mail, LinkedIn oder gezielte Account-Ansätze. Dieser Ansatz ist besonders im B2B-Umfeld verbreitet, wo Zielgruppen klar definiert sind und Beziehungen eine größere Rolle bei der Conversion spielen.
Wie lässt sich der Erfolg Ihrer Lead-Generierungsstrategie messen?
Der Erfolg der Lead-Generierung wird am besten anhand von Lead-Qualität, Conversion-Performance, Reaktionsgeschwindigkeit, Akquisitions-Effizienz und Pipeline-Beitrag gemessen.
Zu den wichtigsten Kennzahlen gehören:
Lead-Qualität: Bewertet, ob Leads Ihrem Zielprofil entsprechen und echte Kaufabsicht zeigen. Ein Lead, der eine Produkt-Demo anfragt oder ein detailliertes Kontaktformular ausfüllt, signalisiert in der Regel höhere Qualität als jemand, der sich nur für einen Newsletter anmeldet.
Conversion-Rate: Zeigt, wie effektiv Leads von der Erfassung zur Qualifizierung und zu Verkaufschancen weiterentwickelt werden. Gelangen viele Leads in den Funnel, werden aber nur wenige zu qualifizierten Opportunities, liegt das Problem häufig in Targeting, Messaging oder Follow-up – nicht im Lead-Volumen.
Reaktionszeit: Misst, wie schnell Leads nach dem ersten Kontakt angesprochen werden. Eine Kontaktaufnahme innerhalb weniger Stunden nach einer Demo-Anfrage führt meist zu höherem Engagement als ein Follow-up am nächsten Tag.
Cost per Lead (CPL): Bewertet die Effizienz der Akquise, indem Ausgaben mit der Anzahl generierter Leads verglichen werden. Günstigere Leads sind nicht automatisch wertvoller, wenn sie selten über die erste Phase hinauskommen.
Pipeline-Beitrag: erknüpft Lead-Generierungsaktivitäten mit Umsatzpotenzial, indem erfasst wird, wie viele Opportunities aus Lead-Generierung entstehen. Wenn ein signifikanter Anteil abgeschlossener Deals aus Inbound-Leads stammt, unterstützt Lead-Generierung klar das Umsatzwachstum.
Return on Investment (ROI): Fasst den finanziellen Effekt der Lead-Generierung zusammen, indem der durch Leads beeinflusste Umsatz den Akquisitionskosten gegenübergestellt wird. Besonders bei längeren Sales Cycles ist eine Betrachtung über einen längeren Zeitraum sinnvoll.
Die gemeinsame Analyse dieser Kennzahlen zeigt, welche Kanäle gut funktionieren, wo Leads abspringen und wie sich die Effektivität der Lead-Generierung insgesamt verbessern lässt.
Best Practices für effektive Lead-Generierung
Lead-Generierung funktioniert am besten, wenn konsequente Prinzipien befolgt werden, die Qualität, Geschwindigkeit und Abstimmung fördern. Diese Best Practices gelten branchen- und modellübergreifend.
Fokus auf Lead-Qualität statt Quantität: Gut qualifizierte Leads ermöglichen es Vertriebsteams, sich auf Chancen mit höherer Abschlusswahrscheinlichkeit zu konzentrieren.
Schnell und konsistent reagieren: Zeitnahes Follow-up erhöht das Engagement und reduziert verpasste Opportunities.
Transparenz über den gesamten Funnel hinweg: Klarer Überblick über Lead-Status und nächste Schritte verbessert Koordination und Entscheidungsfindung.
Kontinuierlich überprüfen und optimieren: Performance-Tracking und die Analyse von Drop-off-Punkten helfen, Messaging, Kanäle und Follow-up-Ansätze laufend zu verbessern.
Diese Best Practices unterstreichen, wie wichtig zuverlässige Systeme für skalierbare Lead-Generierung sind.
Lead-Generierung im B2B- vs. B2C-Umfeld
B2B-Lead-Generierung ist geprägt von längeren Sales Cycles, mehreren Entscheidern und Beziehungsaufbau, während sich B2C-Lead-Generierung an Einzelkäufer mit kürzeren Entscheidungswegen und stärker emotionalen Triggern richtet.
Dieser Unterschied wirkt sich direkt auf Länge und Komplexität des Sales Cycles aus.
Häufige Herausforderungen in der Lead-Generierung
Diese Herausforderungen weisen oft eher auf Lücken in Prozessen und Systemunterstützung hin als auf Probleme in der Strategie.
Geringe Lead-Qualität: Leads zeigen wenig echte Kaufabsicht, was zu ineffizientem Follow-up und schwachen Conversion-Raten führt.
Langsame Reaktionszeiten: Verzögerte Kontaktaufnahme senkt das Engagement und erhöht die Absprungrate.
Eingeschränkte Funnel-Transparenz: Fragmentierte Daten erschweren die Nachverfolgung von Lead-Status und nächsten Schritten.
Fehlende Abstimmung zwischen Marketing und Vertrieb: Uneinheitliche Lead-Definitionen führen zu Reibungsverlusten.
Manuelle oder isolierte Prozesse: Getrennte Tools begrenzen Skalierbarkeit und Konsistenz.
Eine schlechte Transparenz über den Lead-Status kann auch das tägliche Sales Management erschweren und die Priorisierung von Opportunities beeinträchtigen.
Warum Prozesse und Systeme in der Lead-Generierung entscheidend sind
Leads zu generieren ist nur ein Teil der Aufgabe. Entscheidend ist, diese Leads konsequent zu managen. Ohne strukturierte Lead-Verwaltung können wertvolle Opportunities ins Stocken geraten oder verloren gehen.
Mit wachsendem Lead-Volumen wird es zunehmend schwieriger, auf manuelle Nachverfolgung oder isolierte Tools zu setzen.
Wie CRM eine effektive Lead-Generierung unterstützt
Ein CRM-System unterstützt die Lead-Generierung, indem es Lead-Daten zentralisiert, Interaktionen nachverfolgt und Follow-ups teamübergreifend steuert. Ein Customer Relationship Management (CRM) stellt sicher, dass kein Lead übersehen wird, und verbessert gleichzeitig Reaktionszeiten und Transparenz im gesamten Funnel.
Mit steigenden Lead-Zahlen setzen viele Unternehmen auf spezialisierte Lead-Management-Software, um Lead-Daten strukturiert, priorisiert und für Marketing- und Vertriebsteams zugänglich zu halten.
Lead-Generierung direkt in Microsoft Teams umsetzen
Lead-Generierung lässt sich direkt in Microsoft Teams abbilden, indem Lead-Daten, Zuständigkeiten und Follow-ups in einem zentralen Arbeitsbereich gebündelt werden. Dieser Ansatz unterstützt eine konsistente Lead-Bearbeitung und reduziert die Abhängigkeit von isolierten Systemen.
CRM as a Service ermöglicht es, Leads kontextbezogen zu prüfen, zu qualifizieren und weiterzuentwickeln – mit klarer Verantwortung und vollständiger Transparenz über die Pipeline. Durch die Integration der Lead-Aktivitäten in die tägliche Zusammenarbeit lassen sich Reaktionszeiten verkürzen, operative Effizienz steigern und der Lead-Status in jeder Phase jederzeit nachvollziehen.
TeamsWork ist Mitglied des Microsoft Partner Network und spezialisiert auf die Entwicklung von Produktivitäts-Apps, die die Leistungsfähigkeit der Microsoft Teams-Plattform und ihres dynamischen Ökosystems nutzen. Ihre SaaS-Produkte wie CRM as a Service, Ticketing as a Service und Checklist as a Service werden von Nutzern hochgeschätzt. Sie überzeugen durch eine benutzerfreundliche Oberfläche, nahtlose Integration in Microsoft Teams und erschwingliche Preismodelle. TeamsWork legt Wert darauf, innovative Softwarelösungen zu entwickeln, die die Produktivität von Unternehmen steigern und für jedes Budget erschwinglich sind.



Kommentare